Alice Weidel in Talkshow (KI-Bild/Beispielbild)AfD bringt Antrag zur Abschaffung ein
Ein Antrag der AfD-Fraktion zur Abschaffung der CO2-Bepreisung auf Heizöl und Erdgas ist im Deutschen Bundestag deutlich gescheitert.

Bereits am 4. Dezember 2025 brachte die Partei einen entsprechenden Vorstoß ins Plenum ein, der neben der ersatzlosen Streichung der CO2-Kosten auch Änderungen am Gebäudeenergiegesetz vorsah. Ziel war es, Verbraucherinnen und Verbraucher finanziell zu entlasten und klimapolitische Vorgaben zurückzufahren.
Deutliches Abstimmungsergebnis im Parlament
Ergebnis der AbstimmungIn der namentlichen Abstimmung zeigte sich jedoch ein klares Kräfteverhältnis: 442 Abgeordnete stimmten gegen den Antrag, lediglich 138 votierten dafür. Enthaltungen gab es keine, während 50 Parlamentarier nicht an der Abstimmung teilnahmen.
KI-BildDie Zustimmung kam ausschließlich aus den Reihen der AfD, die geschlossen für ihren eigenen Antrag stimmte.
Alle übrigen Fraktionen – CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke – lehnten das Vorhaben einheitlich ab.
Ablehnung bereits im Ausschuss empfohlen
Bereits im Vorfeld hatte der Umweltausschuss des Bundestages eine ablehnende Beschlussempfehlung abgegeben, was die geringe Erfolgsaussicht des Antrags unterstrich.
Das klare Abstimmungsergebnis im Plenum bestätigte diese Einschätzung und machte die politische Isolation der AfD in dieser Frage deutlich sichtbar.
CO2-Bepreisung als zentrales Klimainstrument
Die CO2-Bepreisung gilt als zentrales Instrument der deutschen Klimapolitik. Sie soll Anreize schaffen, fossile Energieträger zu reduzieren und den Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen zu beschleunigen. Kritiker bemängeln jedoch die soziale Belastung für Haushalte, insbesondere bei steigenden Energiepreisen.
Breiter Konsens – Debatte bleibt bestehen
Der gescheiterte Antrag zeigt, dass im Bundestag – mit Ausnahme der AfD – weiterhin ein breiter parteiübergreifender Konsens über die grundsätzliche Beibehaltung der CO2-Bepreisung besteht.
Gleichzeitig verdeutlicht die Debatte, dass die Ausgestaltung und soziale Abfederung klimapolitischer Maßnahmen auch künftig ein zentraler Streitpunkt bleiben dürfte.
Abschließend unterstreicht die Abstimmung, wie klar die aktuellen Mehrheitsverhältnisse in der deutschen Klimapolitik verteilt sind. Während grundlegende Instrumente wie die CO2-Bepreisung weiterhin breite Unterstützung im Parlament genießen, bleibt die politische Auseinandersetzung über deren konkrete Ausgestaltung bestehen.
Themen wie soziale Ausgleichsmechanismen, Energiepreise und die Belastung für Haushalte dürften auch künftig im Zentrum der Debatte stehen und die klimapolitische Agenda maßgeblich prägen.
