Der aktuelle Stand um Timmy
Niedrigwasser wird jetzt zur größten Gefahr für Buckelwal Timmy. Statt Richtung offenes Meer zu kommen, wurde das Tier über Nacht sogar zurückgedrückt – und steckt erneut fest.
Am Mittwoch liegt der Wasserstand laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie bis zu 30 Zentimeter unter dem Normalwert. Für einen mehr als zwölf Meter langen Wal reicht das kaum, um sich frei zu bewegen.
Besonders kritisch ist die Entwicklung in der Nacht: Durch Wind und Wellen wurde Timmy rund 80 Meter nach hinten gedrückt. Statt Fortschritt verliert der Wal damit erneut Strecke.
80 Meter Rückwärtsbewegung
Die Kirchsee wird damit immer mehr zur Sackgasse. Der geringe Wasserstand verhindert, dass sich der Buckelwal eigenständig in Richtung offenes Wasser bewegen kann.
Helfer setzen auf Sandsäcke
Um ein weiteres Abrutschen zu verhindern, planen die Helfer nun eine neue Maßnahme. Sandsäcke sollen hinter dem Tier platziert werden und wie eine Barriere wirken.
Ziel ist es, Timmy zumindest in seiner aktuellen Position zu stabilisieren. Jede weitere Rückbewegung würde die Rettung deutlich komplizierter machen.
Kuhle wird zum Risiko
Zusätzlich erschwert eine künstlich freigespülte Kuhle die Lage. Der Wal liegt darin tiefer, muss aber gleichzeitig mehr Kraft aufbringen, um sich daraus zu befreien.
Damit entscheidet jetzt jeder Zentimeter Wasserstand über den weiteren Verlauf. Ob Timmy noch aus eigener Kraft Richtung Nordsee findet, ist völlig offen.




